Capture One Pro 8 – erste Eindrücke und Test

Vor kurzem hat Phase One Capture One Pro 8 veröffentlicht. Das Update kam wie von Phase One gewohnt ohne große Vorankündigung, wurde dafür aber mit umso mehr Spannung erwartet. Ich konnte in den letzten Tagen intensiv damit arbeiten und hatte auch gleich ein komplettes Shooting auf der Speicherkarte, sodass ich die neuen Funktionen und die generelle Stabilität einem ausführlichem Test unterziehen konnte. Meine ersten Eindrücke möchte ich Euch hier kurz schildern. Meine Erfahrungen beziehen sich wie immer auf meine ganz persönlichen Anwendungsfälle, wer eine detaillierte Übersicht aller neuer Funktionen möchte sollte einen Blick in die Release Notes direkt bei Phase One werfen.

1. Die Benutzeroberfläche

Gleich nach dem Starten wird die erste große Änderung sichtbar: Die grafische Benutzeroberfläche kommt nun im so genannten Flat-Look daher, wirkt deutlich schlichter und dadurch auch ein wenig übersichtlicher. Das Highlight für mich: Die Schieberegler sind nun deutlich größer geworden! Was auf den ersten Blick wenig spektakulär erscheint erweist sich für Nutzer von Grafiktablets als enorme Arbeitserleichterung. Da ich einen Großteil meiner Bildbearbeitung mit einem Wacom Tablet durchführe war es für mich bis einschließlich Version 7 stets ein Wehrmutstropfen, dass sich die Schieberegler schlecht bedienen ließen. Sie waren schlichtweg zu klein. Mit dem neuen Design kann ich jetzt absolut komfortabel damit arbeiten, was mir das Leben ein ganzes Stück leichter macht.

Phase One hat bei diesem Punkt für meinen Geschmack ausgezeichnete Arbeit geleistet. Die gute Anpassbarkeit der Benutzeroberfläche ist geblieben, der flache Look wirkt insgesamt schlichter und aufgeräumter. Durch die größeren Schieberegler haben Tablet Nutzer nun einen deutlichen Vorteil.

Benutzeroberfläche Version 7

2014-09-21 10_28_14-CaptureOne

Benutzeroberfläche Version 8

2014-09-21 10_28_37-Capture One

2. Stabitlität und Performance

So gut Capture One als Raw-Konverter ist, so miserabel war im Regelfall die Stablität, gerade bei neuen Releases. Meine Devise lautete stets: Vor einem x.2 Release verwende ich bei produktiven Shootings ausschließlich die Vergängeversion. Umso überraschter war ich bei meinen Tests mit Version 8: Bisher kein Absturz bei ca. 50 Stunden Nutzung! Die Software läuft bislang absolut stabil und hinterlässt diesbezüglich einen ganz hervorragenden Eindruck. Noch erfreuter bin ich beim Thema Performance, denn diese hat sich ganz erheblich verbessert. Beim Sprung von Version 6 auf Version 7 beklagten sich viele über die Lahmheit und Trägheit, mit der Capture One arbeitet. Eine leichte Verbesserung war durch die Deaktivierung der automatischen Objektivkorrektur möglich, jedoch auch nur in begrenztem Maße. Version 8 fühlt sich nun an, als hätte Phase One den Turbo eingelegt. Vorschauen rendern dauert zwar wie gewohnt, jedoch sind Bildvorschauen anschließend sofort verfügbar und die Reagibilität der Benutzeroberfläche ist erheblich besser geworden (auch und gerade auf weniger potenten Systemen). Geschuldet ist dieser Performancegewinn dem Umstand, dass Capture One nun SmartPreviews rendert, welche anschließend schnell wieder aufgerufen werden können. Beim Export von Bildern hingegen konnte ich keinerlei großartige Veränderung feststellen, dies ist mir aber auch weitaus weniger wichtig wie die schnelle Anzeige von Bilderänderungen. Als leidgeplagter Lightroom Nutzer (seit Version 4) und Capture One Nutzer (ab Version 7) bin ich äußerst positiv angetan, dass Software, welche mehr Funktionen bietet, trotzdem schneller arbeiten kann.

3. Die Funktionen

Zugegeben: Ich hatte erwartet, dass mit Version 8 die Verschmelzung von Capture One und Media Pro erfolgen wird. Dies hat sich nicht bewahrheitet (was ich nicht schlimm finde, da Media Pro nach meinen Tests auch alles andere als zuverlässig funktioniert). Stattdessen hat Phase One auf die Stimmen der Kunden gehört und viele Funktionen integriert, welche in Version 7 schmerzlich vermisst wurden. Aber der Reihe nach:

  • Das Lokale Anpassungen Werkzeug wurde signifikant aufgebohrt. So ist es nun endlich möglich, selektiv zu entrauschen und Purple Fringing zu entfernen. Darüber hinaus wurde die Möglichkeit integriert, den Weißabgleich selektiv zu verändern. Gerade letzeres ist eine Funktion, welche es bei Lightroom seit Version 4 gibt und welche ich persönlich lieben gelernt habe. Ebenfalls hinzugekommen ist die Möglichkeit, das HDR Werkzeug lokal anzuwenden. Damit wird es möglich, bestimmte Bereich ganz gezielt aufzuhellen und abzudunkeln, ohne das gesamte Bild beeinflussen zu müssen. Für mich stellen die Verbesserungen bei den Lokalen Anpassungen einen signifikaten Sprung nach vorne dar, welcher dazu führt, dass ich deutlich weniger Arbeit in Photoshop habe. Bei aller Freude darüber muss allerdings auch dazu gesagt werden, dass beispielsweise Lightroom viele der in Capture One Pro 8 hinzugekommenen Funktionen bereits seit langem integriert hat. Wer ausschließlich mit Capture One arbeitet mag sich dafür nicht interessieren, da ich jedoch beide Programme einsetze ist dies ein Umstand, auf den ich definitiv hinweisen möchte. Zwar wird dadurch der Nutzen natürlich nicht geschmälert, jedoch möchte ich deutlich herausstellen, dass Phase One hier nichts gänzlich neues erfunden hat, sondern lediglich mit der Konkurrenz bei der Funktion gleichzieht.

Lokale Anpassungen in Version 7

2014-09-21 11_24_48-CaptureOne

Lokale Anpassungen in Version 8

2014-09-21 10_36_39-Capture One

  • Es gibt nun einen Kopier- und einen Reparaturpinsel, ganz ähnlich wie in Photoshop. Somit kann ein weiterer Teil des persönlichen Workflows nun in den Raw-Konverter verlagert werden. Dies dürfte wohl mit der Erweiterung der lokalen Anpassungen die Funktion sein, welche sich Anwender am meisten gewünscht haben. Nun ist es problemlos möglich, störende Objektive direkt im Raw-Konverter aus dem Bild zu retuschieren oder bei einem Modelshooting Pickel etc. ohne Umweg nach Photoshop zu entfernen. Im Test zeigt sich, dass beide Werkzeuge gut funktionieren und wenig Wünsche offen lassen.

2014-09-21 10_37_07-CaptureOne

  • Das HDR Werkzeug gibt es bereits seit längerer Zeit, in Version 8 hat es jedoch ein Update spendiert bekommen. Zwar besteht es nach wie vor aus den Schieberegler Highlights und Shadows, jedoch wurde die Funktionsweise dahingehend verändert, dass die Ergebnisse nun natürlicher wirken. In meinen Tests kann ich dies bestätigen, muss aber anmerken, dass unter Version 7 mehr Details aus den Lichtern herausgeholt werden konnten als nun mit Version 8. Der Preis, der für das zusätzliche Maß an Natürlichkeit bezahlt werden muss ist also eine etwas geringere Möglichkeit zur Wiederherstellung der Lichter. Wem der Effekt der Lichterwiederherstellung mit den HDR Regler nicht genügt kann jedoch mit dem Lokalen Anpassungswerkzeug selektiv noch mehrere Schippen drauflegen (dies ist aber freilich lediglich ein aufwendiger Workaround) Bei den Schatten hingegen bin ich richtiggehend begeistert, die Ergebnisse sind denen von Version 7 deutlich überlegen, und durch die Möglichkeit mit den Lokalen Anpassungen nun selektiv zu entrauschen kann nach einer Aufhellung auch problemlos das Rauschen wieder reduziert werden.

2014-09-21 13_23_16-Capture One

  • Komplett neu ist die Möglichkeit, Filmkorn hinzuzufügen. Damit ist es möglich, den Bildern einen analogen Touch zu geben. Ich persönlich nutze hierfür die Tools der Google Complete Collection und habe für diese Funktion deshalb keine Verwendung. Es ist für mich also eine nette Zugabe, welche ich jedoch nicht nutze. Wer jedoch direkt im Raw-Konverter Korn hinzufügen möchte erhält nun zumindest die Möglichkeit dazu.

2014-09-21 13_26_31-Capture One

  • Ein weiteres großes Manko der bisherigen Versionen wurde ebenfalls ausgemerzt: Hierarchische Stichwörter. Bisher war es nicht möglich, in Capture One hierarchische Stichwörter zu vergeben bzw. anzuzeigen, mit Version ist es nun endlich möglich. Für die Verschlagwortung nutze ich Lightroom, jedoch war es mir stets ein Dorn im Auge, dass meine Stichwörter in Capture One nicht richtig angezeigt werden konnten.

2014-09-21 13_35_51-Capture One

  • Ein echtes Killer-Feature für meine Arbeit ist die Möglichkeit, Session-Templates anzulegen. Während meiner Arbeit im Studio lege ich pro Shooting stets eine neue Session an, gleichzeitig noch Smart Alben, um eine Vorsortierung zu erhalten. Das anlegen der Smart Alben musste ich jedesmal wieder neu vornehmen. Version 8 kommt nun mit Session Templates ums Eck, durch welche ich mir ein Mal eine Session mit allen erforderlichen Alben erstelle und diese Anschließend als Vorlage abspeichern kann. Beim Shooting wähle ich dann nur noch das Template aus und bin sofort bereit zum Fotografien. Eine echte Arbeitserleichterung!

2014-09-21 13_37_20-New Session

  • Neu hinzugekommen ist die Methode „Natürlich“ im Werkzeug Klarheit. Mit dieser wird es möglich, den Mikrokontrast sehr fein zu steuern und den Gesamteindruck des Bildes so gezielt zu optimieren. Mit Version 7 konnten ähnliche Ergebnisse erzielt werden – jedoch mit mehr Finetuning Aufwand

2014-09-21 13_56_51-Capture One

4. Bildqualität

Dieser Punkt war stets die große Stärke von Capture One und gleichzeitig der größte Unterscheidungsmerkmal zu anderen Konvertern. Version 7 führt eine neuen Rendering-Engine ein, welche die Bildqualität nochmals verbessern konnte. Mit der aktuellen Version wurde erneut an der Engine gefeilt, um noch bessere Ergebnisse zu liefern. Bei meinen Tests konnte ich keinerlei signifikante Unterschiede festellen, jedoch habe ich bemerkt, dass die Bildergebnisse auch bei umfangreichen Retuschen natürlich blieben. Dies deckt sich auch mit den Aussagen von Phase One, welche ganz besonders die Natürlichkeit der neuen Engine betonen. Die Verbesserung ist also sichtbar und vorhanden, jedoch deutlich geringe als der Sprung von Version 6 auf Version 7. Aus meiner Sicht also eine sinnvolle, jedoch sanfte Evolution.

5. Was leider immer noch nicht funktioniert

Trotz vieler sinnvoller Neuerungen gibt es auch in Version 8 „Probleme“, welche bereits in früheren Capture One Versionen enthalten waren und nicht korrigiert wurden. Als erstes möchte ich hier den Umstand nennen, dass es nach wie vor nicht möglich ist in Capture One Bilder anzuzeigen, welche Alpha-Kanäle enthalten. Zu Zeiten, als die Software noch ein reiner Raw-Konverter war konnte dieser Umstand verschmerzt werden, schließlich hatten tiffs und jpgs nichts darin zu suchen. Mit der gänzlichen Neuausrichtung ab Verion 7 und der damit einhergehenden Integration eines Katalogs kann ich diese Einschränkung allerdings nicht akzeptieren. Es wird explizit die Möglichkeit geboten Lightroom Katalog zu importieren und der Anspruch ist, den kompletten DAM Workflow in Capture One abbilden zu können. Dadurch dass aber Bilder mit Alpha-Kanälen nicht angezeigt werden können ist das Programm zumindest für mich nach wie vor in keinster Weise als Ersatz zu einer richtigen Bilddatenbank zu sehen. Mein Anspruch dahingehend ist ganz klar, dass sämtliche Bilder in den Katalog eingelesen und auch korrekt angezeigt werden können. Sollte dies bei einem oder mehreren Bilder nicht korrekt funktionieren, so wünsche ich mir wenigstens eine aussagekräftige Hinweismeldung mit Bildname und im Idealfall einer Vorschau der Datei. Auch dies ist nicht möglich, Capture One importiert einfach nur einen Teil meines Lightroom Katalogs und lässt mich ob der fehlenden Aufnahmen im Dunkeln. Ein ganz klares No Go für mich.

Ebenfalls nichts getan hat sich bei der Unterstützung der Farbmarkierungen. Diese funktionieren wunderbar, so lange sie direkt in Capture One vergeben werden. Aus Lightroom hingegen können sie nur manchmal angezeigt werden, was an einem unterschiedlichen Format liegt. Phase One sagt: Dies ist eben unser Format, soll Adobe doch ebenfalls dieses verwenden. Ich sage: Nachvollziehbarer Gedanke, jedoch möchte Adobe nicht Nutzer von Capture One abgreifen, sondern eher anders herum. Genau aus diesem Grund gibt es ja die Möglichkeit Lightroom Kataloge in Capture One zu importieren. Wenn es diese Option gibt sollten doch wenigstens solch essentielle Dinge wie die Farbmarkierungen übernommen werden, mit der Sternenbewertung klappt es auch. Seit Jahren liege ich (und viele befreundete Fotografen auch) Phase One wegen dieser unschönen Kleinigkeit in den Ohren, bislang jedoch ohne Erfolg. Schade.

6. Preis und Lizenzmodell

Phase One hat Wort gehalten und bietet Capture One Pro 8 erneut als Kaufversion an. Neu ist nun die Möglichkeit, die Software im Abo zu beziehen, ähnlich wie bei Adobe. Der Aktionspreis liegt hierfür momentan bei 8 € pro Monat. Wofür man sich entscheidet hängt ganz von den persönlichen Vorlieben oder von kaufmännischen Gesichtspunkten ab. Interessant ist, dass der Upgradepreis von Version 7 (egal ob Pro oder Express) gleich ist! Fällig werden hierfür 69 € zzgl. 25% MwSt. Wer also bisher die Express-Variante genutzt hat kann nun vergleichsweise günstig auf die Pro-Variante wechseln. Apropos Express: Diese gibt es auch mit Version 8 wieder, jedoch zum jetzigen Zeitpunkt ausschließlich für User von Sony Kameras.

7. Fazit

Neue Funktionen so weit das Auge reicht, und sinnvolle noch dazu. Die Performance hat sich bei mir erheblich verbessert, und stabil läuft Version 8 auch. Ich kann mich an kein Capture One Release in den letzten 5 Jahren erinnern, welches auf Anhieb so gut und zuverlässig arbeitet wie das Jüngste. Euphorie liegt mir fern, jedoch bin ich mit dem Gesamtpaket bis jetzt äußerst zufrieden. An mancher Stelle wirkt es noch ein bisschen wie mit heißer Nadel gestrickt, was vermutlich dem Umstand zu verdanken ist, dass Phase One unbedingt eine schnelle Veröffentlichung aufgrund der Abkündigungsinfo von Aperture seitens Apple erreichen wollte. Nichts desto trotz lohnt sich ein Test von Version 8 auf jeden Fall, schon alleine deshalb, weil dieser 60 Tage kostenfrei und ohne Einschränkung möglich ist. Wer täglich mit Capture One arbeitet wird den Zugewinn an Performance und ganz besonders den Kopier- und Reparaturpinsel nicht mehr missen wollen.

Wo viel Licht ist, ist aber auch immer Schatten. Der Katalog war bereits in Version 7 eine tolle Idee, war jedoch zu unausgereift für mich um den Wechsel von Lightroom als Bildverwaltung hin zu Capture One durchzuführen. Zwar hat Phase One nun wieder Hand an den Katalog angelegt, so richtig zufrieden bin ich aber nicht damit (Achtung! Subjektiv.). Keine Bilder mit Alpha-Kanälen und nach wie vor Probleme mit Farb-Tags verderben mir ein wenig den Spaß.

Abschließend kann ich sagen, dass ich den Wechsel auf Version 8 bereits vollzogen habe (so schnell wie bisher noch nie zuvor), was sicher einen guten Eindruck vermittelt, wie ich die Software als Ganzes beurteile.

29 Gedanken zu „Capture One Pro 8 – erste Eindrücke und Test

  1. Dieter Sandvoss

    Hallo Jörg,
    Du legst Dich mächtig für C 1 ins Zeug und bist quasi die einzige deutschsprachige Informationsquelle für diese Software. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bei Dir bedanken!

    Dein „HOW to“ zu Capture one pro 6 war eine gute Hilfe für mich. Trotzdem belässtige ich Dich mit einer weiteren Bitte: Du hast sicherlich gute Connections zu der dänischen Software-Schmiede. Ich bekomme wöchentlich mindestens einmal Hinweise auf Webinare oder Arbeitsweisen von Fotografen. Leider alles nur in Englisch. Ich denke, daß im deutschsprachigen Raum noch andere Fotografen wegen fehlender Hilfen – auf Deutsch – das Programm meiden. LR ist sicher weiter verbreitet, wird aber begleitet von einer Fülle deutschsprachiger Hilfen (Bücher, Videos). Ich behaupte mal. daß diese Hilfsmittel zu einem Umsatzschub für C 1 führen würde.
    Kannst Du Deine sicher vorhandenen guten Kontakte nicht einmal in diesem Sinne einsetzen?
    z.B. Grundlagen-Webinar in deutsch.

    Für Deine Mühe bedanke ich mich im voraus ganz herzlich
    mit besten Grüßen
    Dieter

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  2. Joerg Artikelautor

    Hallo Dieter,

    vielen Dank für Deinen Kommentar und die positiven Worte. Ich freue mich, wenn Dir die Beiträge hier helfen, besser mit Capture One arbeiten zu können.

    Leider muss ich Dir sagen, dass auch ich keine besseren Kontakte zu Phase One habe als andere. Habe in diese Richtung vor einiger Zeit mal Anfragen gestellt, hatte jedoch nicht den Eindruck, dass man dort an einem Ausbau der Zusammenarbeit besonders interessiert wäre.

    Ich gebe Dir recht, dass es zu Lightroom wesentlich mehr deutschsprachige Ressourcen gibt. Dies liegt zum einen an der Verbreitung der Anwendung, zum anderen aber bestimmt auch in einer besseren Integration von externen Parteien in den Entwicklungsprozess. Leider habe ich die Befürchtung, dass sich hier in den kommenden Jahren nichts entscheidendes ändern wird, sodass wir mit dem Status Quo auskommen müssen.

    Natürlich werde ich mich hier auf meinem Blog weiterhin bemühen, möglichst gut recherchierte und fachlich fundierte Beiträge zum Thema Capture One zu verfassen. Übrigens bin ich auch offen gegenüber Vorschlägen, wenn man ein ganz bestimmtes Thema behandelt werden soll.

    Viele Grüße,
    Jörg

    Antworten
  3. Georg

    Die Begeisterung des Autors für CO Pro 8 teile ich (Upgrade von CO Express 7). Sehr gut finde ich außerdem, dass nun die RAW-Bilder nicht mehr importiert werden müssen, sondern direkt in ihrem Verzeichnis geöffnet werden können.
    Die neue Art des Löschens finde ich ebenfalls super, nämlich das Verschieben der Bilder in ein internes Papierkorb-Verzeichnis (das natürlich geleert werden kann). Das erleichtert das Sichten der Bilder enorm.

    Antworten
  4. Johnny

    Vielen Dank für diesen sehr informativen und hilfreichen Test – hat mir sehr dabei geholfen, meine Wahl des „Wunsch“-RAWConverters zu erleichtern. Ich finde ich immer ganz besonders anerkennenswert, wenn sich jemand die Mühe macht seine professionellen Erfahrungen auf diese Weise aufzubereiten und anderen zugänglich zu machen…Karma, Karma, Karma! 🙂

    Danke!
    Johnny

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  5. thomasD

    Hi Jörg

    Es freut mich doch sehr, jemand gefunden zu haben, der sich in meiner Muttersprache über C1 ausdrückt. Leider selten genug.
    Bin seit v7 dabei und habe nun auf 8 aufgerüstet – Bin also C1 Anfänger. Doch sind auch in v8 sind noch so viele Ungereimtheiten die mich echt ärgern. Wie z.B. Popup-Dialoge die in Englisch sind und Begrifflichkeiten nutzt, die ich nicht zuordnen kann. Ein Beispiel: Ich will den neuen Reparaturpinsel ausprobieren popt ein Dialog auf mit dem Inhalt „Repair layers require a newer processing engine. The processing engine can be upgraded using the Base Characteristic tool“ Aha! Cool! Und nun? Was mache ich jetzt?

    Eigentlich erwarte ich, das ich an dieser Stelle geführt werde und nicht mit der Nase an der Wand stehen gelassen werde. Weder im Handbuch gab es Hinweise noch sonst wo im Netz fand ich eine halbwegs verständliche Anleitung, wie ich auf die Meldung zu reagieren habe. Das neue Feature ist mehr ein Gimmig? Eine ganz schlechte Note für die Entwickler, in meinen Augen.

    So gut die Bildqualität ist, so schlecht ist die User-Führung! Über die Jahre habe ich mir einen Workflow erarbeitet. Den kann ich offensichtlich vergessen (Datei-/Verzeichnismanagement ?!?!).

    Sorry, das Du das jetzt abbekommst. Ich würde mir nur wünschen, nicht nur etwas über die Vorteile des Programms zu lesen sondern auch über die Probleme und wie ich sie umgehen/beseitigen (in Deutsch) kann.

    Nichts desto Trotz. Eine schöne Arbeit die Du hier zeigst.
    Danke dafür.
    LG Thomas

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Thomas,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich kann Deinen Unmut sehr gut verstehen – leider schafft es Phase One seit Jahren nicht, Capture One besonders benutzerfreundlich zu gestalten. Als alter C1-Hase habe ich diesbezüglich zwar keine Probleme, kann jedoch absolut verstehen, dass gerade Neueinsteiger über so manche Inkonsistenz stolpern.

      Bezüglich Deiner beiden Fragen: Der Reparaturpinsel kam in V8 neu hinzu und funktioniert nur mit dem Entwicklungsalgorithmus von Version 8. Phase One aktualisiert diesen Algorithmus (auch Engine genannt) regelmäßig (zuletzt von Version 6 auf 7 und nun von 7 auf 8 erneut). Möchtest Du nun bestimmte Funktionen der Version 8 nutzen, so musst Du auch den aktuellsten Algorithmus verwenden. Du aktivierst ihn, in dem Du im Register „Farbe“ unter „Engine“ auf akualisieren bzw. upgrade drückst. Bei Dir steht wahrscheinlich noch „Capture One 7“. Durch das Upgrade ändert sich dies in „Capture One 8“ und Du kannst den Reparaturpinsel verwenden.

      Datei- bzw. Verzeichnismanagement ist mit v8 ebenso möglich wie mit v7, wenn Du mit Sitzungen und nicht dem Katalog arbeitest. Diesbezüglich hat sich zwischen v7 und v8 nichts geändert.

      Viele Grüße,
      Jörg

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  6. thomasD

    Hi Jörg

    Danke für Deine sehr hilfreiche Antwort. Es hat geklappt, sogar mit mehreren Bildern. Kann das nicht so auch im Handbuch zu finden sein?

    Das mit den Sitzungen ist für mich nicht praktikabel bzw. sinnvoll. Ich habe eine physikalische Verzeichnisstruktur in der sich alles befindet. Ich brauche jetzt nicht noch einmal neue Verzeichnisse mit Duplikaten der Bilder (+ xml). Dies müllt nur unnötig die Festplatte voll. Ich bekomme öfter Verzeichnisorientierte Datenträger zum Einlesen. Ein selektives Backup wird so zum Alptraum, da es ohne Aufsicht nicht funktioniert. Die C1 Entwickler sollten vielleicht doch einmal bei der Konkurrenz vorbei schauen und lernen.
    Noch einmal ein Danke für Deine Unterstützung.

    LG Thomas

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hi Thomas,

      Sitzungen kannst Du so nutzen, als würdest Du direkt im Dateisystem arbeiten. Einzig um das Erstellen des „CaptureOne“ Ordners mit den zugehorigen Previews und xml Dateien kommst Du leider nicht herum. Hier geht Phase One einen anderen Weg als beispielsweise Adobe, welche die Daten zentral abspeichern und nicht im Bildverzeichnis. Beide Vorgehensweisen haben Vorteile, wenngleich auch ich den Weg von Lightroom bevorzuge. Bei meinem persönlichen Workflow ist der Zusatz an Dateien und Verzeichnissen aber unerheblich, weshalb ich mich daran nicht störe. Arbeitest Du hingegen viel auch mit fremdem Material, so kann ich Deine Abneigung absolut nachvollziehen.

      Wie so oft muss ich feststellen: Den perfekten Allrounder gibt es leider nicht. Lightroom ist schon sehr gut, allerdings beim Tethern und bei den Farben bei meinen Aufnahmegebieten C1 unterlegen. Bei der Verwaltung hingegen hat C1 bei weitem das Nachsehen.

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  7. Michel Birnbacher

    Hallo Jörg,
    alles Gute im noch jungen neuen Jahr!
    Ich habe derzeit Lightroom im Einsatz und habe 8pro getestet, leider kam dann der Urlaub dazwischen.
    Denkst du die Entwicklungseinstellungen sind auch bei Schwarz/Weiss besser?
    Bei Farbbildern habe ich den fest zwischen Capture One und Lightroom gemacht. Der Unterschied war so groß, dass ich über einen Wechsel nachdenke…
    Da ich aber in letzter Zeit fast nur noch SW-Bilder mache (RAW Konvertierung + Leica M Monochrom) hätte ich gerne deine profunde Meinung gewusst.
    Danke für die Unterstützung
    lG aus Fürth
    Michel

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Michel,

      auch ich wünsche Dir einen guten Start in 2015 und viele schöne Bilder!

      Um es kurz zu machen: Ja, ich bin der Meinung, dass Capture One auch bei SW die Nase vorne hat. Mich überzeugt bei C1 seit Jahren die sehr überzeugende, natürliche und nuancierte Darstellung von Farben und Kontrasten. Bei SW sind feine Abstufungen der Töne und passende Kontraste aus meiner Sicht das A und O. Die Unterschiede zu LR sind in der Praxis natürlich nicht riesig, für mich jedoch sind sie groß genug, um meine Bilder mit C1 zu konvertieren. Meine Erfahrungen beziehen sich auf Raw-Files aus der EOS 5D Mark II und EOS 1D Mark II N.

      Tipp: Manchmal hat Phase One den Testzeitraum bei kleineren Versionswechsel wieder zurückgesetzt. Falls Du also 8.0.x getestet hast könnte es sein, dass Du 8.1 wieder für 60 Tage testen darfst. Hierzu musst Du einfach nur die Testversion von Version 8.1 herunterladen und installieren. Ich kann Dir nicht garantieren, dass es funktioniert, jedoch kostet Dich der Versuch nichts.

      Viele Grüße vom Brombachsee,
      Jörg

      Antworten
  8. Andreas Lentfer

    Hallo Jörg,
    zunächst vielen Dank für die Beschreibung Deiner Eindrücke zur C1 Pro 8, die mir einen weiteren Baustein für die Entscheidungsfindung „Neuer Raw Converter“ lieferte. Derzeit teste ich die Software und komme auch ganz gut zurecht. Was sich mir bislang allerdings noch nicht erschließt ist die Arbeit mit Keywords in Capture One. In Aperture habe ich einen mehrere Tausend umfassenden, hierarchisch angelegten Keywordkatalog. Aus diesem Katalog kann ich mich sehr komfortabel und effizient bei der Verschlagwortung existierender wie auch neu zu importierender Fotos bedienen. Auch die Erweiterung des Keyword Verzeichnis ist sehr bequem. Und genau die beiden letztgenannten Punkte kann ich in Capture One nicht finden. Zwar kann ich Fotos mit neuen Keywords versehen, allerdings nur, wenn ich diese neu und einzeln eintippe. Kannst Du mir verraten, wo ich die bereits bei anderen Fotos verwendeten Keywords finde, um sie dann bei neuen Fotos ebenfalls anzuwenden? Ein Tutorial zu diesem Thema habe ich leider nicht finden können, so hoffe ich jetzt auf Deine Hilfestellung.
    Besten Dank dafür und viele Grüße
    Andreas.

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Andreas,

      vielen Dank für Deine Nachricht. Leider habe ich eine nur bedingt befriedigende Antwort für Dich. Mir ist zum jetzigen Zeitpunkt leider kein Weg bekannt, eine umfangreiche, hierarchische Liste mit Stichwörtern in Capture One zu importieren. Man hat in Dänemark wohl viel über den Katalog nachgedacht, jedoch scheint die Integration bestehender Stichwörter nicht auf dem Zettel gestanden zu haben. Im DSLR-Forum hat ein User einen Workaround bescchrieben, Du findest ihn hier -> http://www.dslr-forum.de/showpost.php?p=12624484&postcount=2097 Zweifelsohne ist diese Lösung weder elegant noch schön, jedoch scheint sie immerhin zu funktionieren. Grundsätzlich würde ich Dir empfehlen, diesbezüglich bei Phase One einen Feature-Request zu stellen. Je mehr Anwender sich bestimmte Funktionen wünsche und benötigen desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch implementiert werden.

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  9. Andreas Lentfer

    Hallo Jörg,
    vielen Dank für Deine schnelle Antwort und den Link! Der unter dem Link beschriebene „Trick“ mag zwar funktionieren, allerdings habe ich doch den gleichen Effekt, wenn ich meine komplette Aperture Library nach Capture One importiere oder nicht? Die so nützliche Hierarchie ist aber in den Metadaten der Bilder eben nicht mehr vorhanden und man verliert die komfortable Vorgehensweise bei der Vergabe der Wörter. Will ich z.B. einem Foto des Tagpfauenauges einen systematischen, aus Gattungs-, Familien- und Artnamen bestehenden Keywordeintrag verpassen, so fange ich spätestens bei der Suche nach dem lateinischen Namen an zu straucheln, wenn mir der Anfangsbuchstabe nicht einfällt. Alle jemals recherchierten und vergebenen Keywords werden zwar in alphabetischer Reihenfolge mit importiert und erscheinen durchaus brav in der Keyword Liste unter „Filter“, bzw. werden angezeigt beim Tippen des ersten Buchstabens in den Metadaten, aber eben nicht in hierarchischer Anordnung. Eine alphabetische Liste ist also nur sehr bedingt hilfreich.
    Ich werde Deinen Rat befolgen und das Entwicklerteam mal kontaktieren. Als Minimum springt ja vielleicht mal eines der von Phase One gut gemachten Capture One Tutorials mit dem Thema „Keywords“ heraus. Als Aperture Anwender, der das extrem benutzerfreundliche Keyword feature von Aperture gewohnt ist, komme ich bei diesem Thema einfach nicht klar in Capture One und müsste ich mich ansonsten wohl auf viel Frustration beim Umstieg einstellen…..
    Dir nochmals besten Dank für Deine Antwort,
    viele Grüße
    Andreas.

    Antworten
    1. Andreas Lentfer

      Hallo Jörg,
      zurückkommend auf meine Frage vom Februar folgende Anmerkung:
      Mit der Version 9 von Capture One Pro hat es ein signifikantes upgrade des Keyword tools gegeben. Ich habe nun über die Exportfunktion in Aperture ein .txt File mit allen Keywords aus Aperture erstellt und in Capture One 9 importiert. Bingo! Hat nur wenige Momente gedauert und nun ist die gesamte Keywordstruktur, die ich mir in Aperture über die Jahre aufgebaut hatte, in Capture One nutzbar. Die Hierarchie ist komplett erhalten. Und das Beste (jedenfalls nach meinem ersten Eindruck) daran: Die Bedienung des Tools ist noch deutlich komfortabler als es in Aperture gewesen ist.
      Fazit: Es hat bei mir seit dem Umstieg auf Capture so manchen Fluch bzgl. der Möglichkeiten die das Keywordtool bot gegeben, aber wie so oft hat sich hier nun die Geduld und das Warten ausgezahlt. Was lange währt wird endlich gut!
      Beste Grüße
      Andreas.

      Antworten
      1. Joerg Artikelautor

        Hallo Andreas,

        richtig, mit Version 9 hat Phase One die Schlüsselwörter nun endlich ordentlich implementiert und ermöglicht die vollständige Nutzung von bereits bestehenden Listen. Somit können nun auch kommerzielle erwerbliche Listen genutzt werden, was beim Verschlagworten doch einiges einfacher machen kann. Das man für dieses „Reparieren“ einer Funktion nun nochmals Geld bezahlen soll stößt mir sauer auf, aber da kann man wohl leider nur wenige dagegen machen.

        Ich wünsche Dir viel Spaß mit dem neuen Feature und hoffe, Du kannst Dir die Arbeit damit erleichtern!

        Viele Grüße,
        Jörg

        Antworten
  10. G. Proske

    Ich hätte als zukünftiger Aperture-Umsteiger zwei kurze Fragen, die mir ein Profi vielleicht am ehesten beantworten kann:

    1. Ich lege mehr wert auf Katalogisieren als auf Bearbeiten. Verstehe ich es richtig, dass Media Pro Aperture näher ist und Capture One sozusagen der „Photoshop“?
    2. Kann man den „Catalog“ auch auf einer NAS speichern, so dass ich von zwei Rechnern drauf zugreifen kann? Bei Aperture war dies ja nicht möglich.

    Vielen Dank für die Hilfe. Ihre Berichte sind wirklich sehr informativ!!!

    G. Proske

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Herr Proske,

      zu Ihren Fragen:

      1. Media Pro ist die Verwaltungslösung von Phase One, Capture One entspricht weniger Photoshop, als mehr Adobe Camera Raw und Lightroom.

      2. Der Katalog von Capture One ist netzwerkfähig, kann also auch auf einem NAS abgelegt werden.

      Antworten
      1. G. Proske

        Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Nach dem ersten Ausprobieren gefällt mir Media Pro zwar von den Funktionen her ganz gut, doch wirkt es teils etwas altbacken, zum Beispiel im Bearbeitungsmenü. Ich habe jetzt noch Capture One getestet. Der erste Eindruck ist ganz gut für einen Laien mit nicht so viel Bearbeitungskenntnissen aber umso mehr Fotos.
        Ich habe nun festgestellt, dass Fotos auch die Möglichkeit hat, Bilder auf einer externen Platte abzulegen und nicht in die Mediathek zu kopieren. Fehlt nur noch ein vernünftiges Import-Tool. Das ist zwar etwas umständlich, aber machbar.

        Viele Grüße,

        G. Proske

        Antworten
        1. Joerg Artikelautor

          Nun, Media Pro hat tatsächlich schon etliche Jahre auf dem Buckel und wurde nach meiner Wahrnehmung von Phase One eher stiefmütterlich behandelt. Ich persönlich verwende es nicht aufgrund eher mäßig erfolgreicher Erfahrungen in der Vergangenheit. Da ich die Zukunft der Anwendung ebenfalls sehr kritisch sehe ist eine Investition für mich in diese Richtung aktuell nicht sinnvoll.

          Capture One ist in der Tat äußerst mächtig und für Neueinsteiger anfangs sicher eine große Herausforderung. Die Möglichkeiten sind dementsprechend jedoch groß, mit ein wenig Muße wird es möglich, Raw-Dateien auf ein neues Qualitätsniveau zu konvertieren. Lohnen tut es sich aus meiner Sicht jedoch nur für Anwender, welche einen Großteil ihrer Aufnahmen im Raw-Format auf die Speicherkarte bringen.

          Die neue Fotos App teste ich ebenfalls gerade. Nun, die Möglichkeiten sind für professionelle Ansprüche leider keinesfalls ausreichend, aber dies ist sicher auch nicht die Zielgruppe von Apple. Die Anwendung ermöglicht einen schnellen, schönen Überblick über die Aufnahmen und auch die Bearbeitungsmögiichkeiten sind hilfreich. Etwas verwunderlich ist, dass der Upload meiner Mediathek vom iPhone quasi überhaupt nicht vorwärts geht, seit gestern sind erst rund 220 Bilder und 6 Videos übertragen worden.

          Viele Grüße,
          Jörg

          Antworten
  11. G. Proske

    Das Problem ist, dass meine Frau und ich zwar viel fotografieren (nur jpg nicht raw, mit einer gemeinsamen Kamera und zwei iPhones), aber nicht viel bearbeiten (Deswegen finde ich die Fotos-Bearbeiten-Funktionen eigentlich auch ganz gut, weil ein Laie sehr gut damit zurechtkommt.).
    Ich habe zwischenzeitlich mal versucht, die Aperture-Mediathek auf die NAS zu legen, so dass beide mit ihren Rechnern dran arbeiten können, habe damit aber ziemlich Schiffbruch erlitten. Soweit ich weiß, ist auch Lightroom nur eine Einzelplatzlösung. Daher bin ich weiterhin noch auf der Suche nach dem Optimum.
    Ich werde jetzt einfach die nächste Zeit noch mit Aperture weiterarbeiten und darauf hoffen, dass für Fotos eine vernünftige Import-Funktion zur Verfügung gestellt wird. Sollte Aperture irgendwann nicht mehr laufen, dann werde ich die Fotos manuell auf die NAS legen und dann in Fotos importieren. Alben werde ich über Fotostream bereitstellen.Die iCloud-Fotomediathek werde ich nicht nutzen, da hier nur „alles oder nichts“ geht, was für mich nicht praktikabel ist. Daher kann ich auch nichts über die Übertragungsgeschwindigkeit sagen.
    Vielleicht fällt mir ja irgendwann auf, dass ich das Ganze viel zu umständlich angehe und es eine viel einfachere Lösung gibt, ich werde also noch etwas grübeln…

    Viele Grüße,

    Günther

    PS: Capture One hat bei mir ewig gerechnet. Das Katalog-Erstellen dauerte bei 40000 Fotos circa 20 Stunden. Ob dies schnell oder langsam ist, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen.

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Anhand der Beschreibung würde ich eine Investition in Capture One eher noch etwas aufschieben. Alleine für die Verwaltung und kleinere Bearbeitung von jpg Dateien macht diese Software wenig Sinn. Apples Fotos App sollte hier weitgehend die Anforderungen erfüllen, wenngleich aktuell vielleicht noch nicht vollumfänglich. Die Dauer von 20 Stunden ist gemessen am Gesamtvolumen der Bilder übrigens in Ordnung, die Integration meiner Sammlung hat seinerseits mehrere Tage gedauert (geringere Menge, jedoch aufgrund von Raw und umfangreichen Bearbeiteten tifs vermutlich deutlich mehr Gb (es waren weit über 1 Tb, gerade eben nachgesehen)).

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  12. Roland Ster

    Hallo Jörg !

    Erstmal herzliche Gratulation zu Deinem Blog !!

    Auch ich überlege mir von Lightroom auf C1 umzusteigen da mich bei Lightroom die Performance einfach stört.

    Was mich z:B. interessieren würde ist: Gibt es unter C1 auch einen Radialfilter ? Bisher habe ich nur den Verlaufsfilter gefunden ?

    Vielen lieben Dank für Deine Bemühungen und liebe Grüße aus den sonnigen Kärnten / Österreich !
    Lg, Roland

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Roland,

      vielen Dank für die positiven Worte zu meinem Blog!

      Leider habe ich keine guten Nachrichten für Dich: Capture One hat kein dem Radialfilter vergleichbares Tool. Verfügbar sind der Verlaufsfilter und das Pinsel-Werkzeug. Letzteres ermöglicht Dir ebenfalls die Wirkung des Radialfilter, jedoch mit einem höheren Aufwand.

      Mein Vorschlag: Es zeichnet sich so langsam ein Update von Lightroom ab (Version 6). LR kennst Du und kannst vermutlich flüssig damit arbeiten (von der Performance mal abgesehen). Bevor Du Dich jetzt in eine komplett neue Software investierst (und damit meine ich neben Geld vor allem auch Zeit) würde ich ein paar Wochen warten und das neue Lightroom testen. Ich vermute, dass sich beim Thema etwas getan hat und Du vielleicht damit zufrieden sein wirst. Will Dich keinesfalls von einem Wechsel zu C1 abhalten oder ihn Dir gar ausreden, sondern lediglich ausdrücken, dass ein neues LR eventuell Deine momentanen Probleme lösen könnte und einher mit deutlichen geringen Kosten ginge.

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  13. F.G.Neurieser

    Hallo,
    recht herzlichen Dank für den ausführlichen und GSD in deutsch gehaltenen Abriss über C1.
    Ich benutze derzeit Lightroom CC und Lightroom 5 und habe das Testangebot von C1 genutzt.
    Jetzt versuche ich schon einige Zeit herauszufinden wie man einen LR Katalog in Phase 8.2 importieren kann, aber unter „Datei“ ist kein Katalogimport zu finden?
    Kann es sein dass diese Funktion in der Testversion abgeschaltet ist?

    Wäre über eine Antwort eines C1 – Users sehr dankbar, da sich auch in den englisch sprachigen Foren dazu leider nichts finden lässt.

    LG
    Franz-Georg

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Franz-Georg,

      vielen Dank für Deine Nachricht. Zunächst solltest Du ein Update von Capture One 8.2 auf 8.3 durchführen, im neuesten Release wurden einige nervige Fehler behoben.

      Lightroom Kataloge lassen sich in Capture One importieren, in dem Du unter Datei > Katalog importieren wählst. Dort kannst Du den Lightroom Katalog selektieren und ihn anschließend relativ problemlos in Capture One importieren. Tipp: Bevor Du Deinen Arbeitskatalog wählst, solltest Du auf jeden Fall ein Backup davon machen. Im Normalfall wird es kein Problem geben, aber wenn doch… Sicher ist sicher.

      Übrigens ist die Testversion von Capture One voll funktionsfähig, sprich, es gibt keinerlei funktionelle Einschränkungen.

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  14. Ulrich Berger

    Ich würde von C1 gerne die RAW-Engine und die Basisbearbeitung testen und gegebenenfalls verwenden. Eine detailliertere Nachbearbeitung und die Archivierung (ca.150 000 Bilder) gern in Lightroom und bisweilen in Photoshop machen. Ich fotographiere mit Sony A7r, ev. demnächst A7r II und meist Festbrennweiten.

    Mich hat dieser Artikel und das Beispielfoto auf C1 neugierig und etwas betrofen gemacht., ich konvertiere auch in DNG.
    „Why I Stopped Using the DNG File Format“
    http://petapixel.com/2015/07/16/why-i-stopped-using-the-dng-file-format/

    Ist irgendwo ein Workflow beschrieben, der zeigt, wie man C1 als RAW-Converter mit Grundbearbeitung benutzt und dann weiter in Lighroom/Photoshop arbeitet? Oder macht das – aus welchen Gründen? – keinen Sinn?

    Beste Grüße, Uli

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Uli,

      vielen Dank für Deine Nachricht. Es kann absolut sinnvoll sein, LR, C1 und Photoshop parallel zu nutzen, ich tue dies ebenfalls. Die Verwaltung meiner Bilder erfolgt in LR, dort werden sie importiert, verschlagwortet, bewertet etc. Anschließend übergebe ich sie mit OpenDirectly nach C1 (habe ich auf meinen Blog beschrieben: http://www.jd-photography.de/lightroom-plugin-open-directly/), nehme die Bearbeitung vor und konvertiere in tiff. Das tiff-File wird anschließend wieder in LR importiert. von dort aus übergebe ich je nach Bedarf dann nach Photoshop. Dieser Weg ist absolut gangbar und kombiniert für mich das besten aus allen Programmen. Wichtig dabei ist, dass Du, wie Du selbst schon erkannt hast, nicht mit DNG arbeitest, da diese von C1 nur eingeschränkt unterstützt werden. Exemplarische Raw-Bearbeitungsworkflows habe ich auf meinem Blog veröffentlicht, hier für Portraits: http://www.jd-photography.de/howto-portrait-bearbeitung-mit-capture-one-pro-7/ und hier für Architektur / Landschaft: http://www.jd-photography.de/howto-raw-konvertierungsworkflow-mit-capture-one-pro-6/. Zwar beziehen sich die Workhops auf ältere C1 Versionen, am Ablauf hat sich jedoch nichts geändert.

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten

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