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Optimale Schärfe für Fine Art Prints

„Welche Werte für die Schärfung muss ich in Photoshop eintragen, damit mein Bild nach dem Druck perfekt aussieht?“. Diese Frage lese ich so, zumindest aber so ähnlich, in vielen Foren beinahe täglich. Wir alle gieren nach perfekt scharfen Bildern und investieren dafür in sündhaft teure Ausrüstung, nur um das letzte Quäntchen Details herauszukitzeln. Konsultiert man nun Google nach den optimalen Schärfungswerten, so wird man von den Ergebnissen quasi erschlagen. Angefangen von ganz pauschalen (und deswegen nur selten empfehlenswerten) Werten bis hin zu wissenschaftlichen Abhandlungen (die für den Laien selten verständlich, geschweige denn umsetzbar sind) ist das Angebot an Material fast unüberschaubar groß. Um Licht ins Dunkel zu bringen, thematisiert dieser Workshop das Thema Nachschärfung und richtet sich an all jene, die sich das notwendige Grundwissen auf pragmatische Weise aneignen wollen. Ziel ist eine konkrete Hilfestellung, keine weitere theoretische Abhandlung.

[UPDATE]: Mit dem Erscheinen von Capture One 7 und der damit einhergehenden neuen Engine haben sich die Werte für die Vorschärfung geändert. Weiter unten habe ich deshalb eine Tabelle mit den neuen Werten ergänzt.

Gleich zu Anfang möchte ich sagen, dass perfekte Schärfe nicht in der EBV entsteht, sondern bereits während der Aufnahme. Nicht vorhandene Schärfe kann auch mit den besten Schärfungsmethoden nicht herbei gezaubert werden. Wie sich perfekte scharfe Bilder vom Stativ erzielen lassen, habe ich in meinem Workshop Richtig scharfe Bilder vom Stativ bereits ausführlich erläutert.

Die drei Schärfungsstufen

Zunächst einmal ist es sinnvoll, drei Stufen der Nachschärfung zu unterscheiden:

  1. Vorschärfung (oder auch Pre-Sharpening genannt)
  2. Kreative Schärfung
  3. Ausgabeschärfung

Richtig gelesen, es wird im Regelfall zwischen drei Schärfungsstufen unterschieden. Die landläufige Frage: „Welchen Wert muss ich für optimale Schärfe eingeben?“ ist also nicht zu beantworten, da nicht weiter spezifziert wird, um welche Stufe der Schärfung es sich dabei handelt. Sprechen Einsteiger von Nachschärfung, so ist im Regelfall jedoch die Ausgabeschärfung gemeint.

Bevor es nun an die detaillierten Ausführungen geht möchte ich noch vorweg schicken, dass von einer Aufnahme im RAW-Format ausgegangen wird, aber natürlich auch andere Formate verwendet werden können. Eine Vorschärfung ist bei Aufnahmen im jpg Format im Regelfall nicht notwendig und kann deshalb häufig weggelassen werden.

1. Vorschärfung (Pre-Sharpening)

Wofür wird überhaupt eine Vorschärfung benötigt, genügt nicht eine abschließend Schärfung vor dem Druck bzw. der anderweitgen Ausgabe? Kurzum, eine Vorschärfung ist empfehlenswert, um die Gesamtschärfe der Aufnahme zu erhöhen und Details herauszuarbeiten. Notwendig wird dieser Vorgang durch den so genannten Anti-Aliasing Filter, welche in den meisten Kameras Verwendung findet. Vereinfacht formuliert reduziert der AA-Filter die Schärfe etwas, um Treppchenverläufe und vor allem Moirè an feinen Strukturen zu vermeiden. Erkauft wird diese Funktion mit einem Verlust an Schärfe, welche durch ein leichtes Vorschärfen der Aufnahmen wieder ausgeglichen werden soll. Die Vorschärfung hat dabei nichts mit der späteren Schärfung für die Ausgabe zu tun, auch ist es nicht ihr Ziel, für knackig scharfe Bilder zu sorgen. Sinn und Zweck dieses Prozessschritts ist ausschließlich das Ausgleichen der durch den AA-Filter entstandenen Unschärfe.

Für das Pre-Sharpening habe sich aus meiner Erfahrung zwei Programme (Aktionen) besonders bewährt. Zum einen der Nik Pre-Sharpener, welcher im Softwarepaket „Nik Sharpener Pro“ enthalten ist, sowie die Schärfungsscripts für Photoshop von Fine Art Printer Autor Roberto Casavecchia. Während Sharpener Pro von Nik mit rund 200€ zu buche schlägt, sind die Scripts von Roberto bereits für rund 10€ und für viele gängige DSLR-Modelle über die Website von Fine Art Printer erhältlich. Qualitativ kann ich keinen Unterschied zwischen beiden Methoden feststellen, Niks Pre-Sharpener bietet aber den Vorteil, sehr einfach bestimmte Farben von der Schärfung auszunehmen (über den Farbumfang). Grundsätzlich empfehle ich, homogene Flächen (wie z. B. blauen Himmel) von der Schärfung auszunehmen, da ansonsten vorhandenes Rauschen unnötig verstärkt werden kann.

Zu beachten ist, dass die Bezeichnung „RAW Pre-Sharpener“ beim Tool von Nik ein wenig irreführend ist. Nicht das eigentliche RAW wird geschärft, sondern bereits das ausgegebene jpg, tiff oder psd File. Das Script von Roberto arbeitet ebenfalls in Photoshop, eine vorherige Konvertierung ist also in beiden Fällen unumgänglich.

Schärfung im RAW-Konverter trotz Nik-Tool oder Schärfungsscript?

Vielfach taucht die Frage auf, ob im RAW-Konverter eine Schärfung angewendet werden sollte, wenn später noch mit einem anderen Tool zur Vorschärfung gearbeitet wird. Meine praktische Erfahrung zeigt: Ja, eine leichte Schärfung verbessert die Bildqualität. Da im RAW-File noch sämtliche Informationen vorhanden sind ist es empfehlenswert, durch eine minimale Schärfung weitere Details hervorzuholen. Für Lightroom haben sich für mich dabei folgende Werte bewährt:

Betrag:

50

Radius:

0,5

Details:

30

Maskieren

4

Für Capture One 6 liefern folgende Werte sehr gute Resultate:

Stärke:

130

Radius:

0,6

Schwellenwert:

0,5

Für Capture One 7 liefern folgende Werte sehr gute Resultate:

Stärke:

104

Radius:

0,6

Schwellenwert:

0,8

Wohl gemerkt immer davon ausgehend, dass später noch mit dem Pre-Sharpener von Nik bzw. dem Script von Roberto gearbeitet wird.

2. Kreative Schärfung

Nachdem das Bild über die gewünschte Grundschärfe verfügt besteht während der Weiterbearbeitung die Möglichkeit, an bestimmten Stellen gezielt weitere Schärfe hinzuzufügen. Sehr beliebt ist hier die Erhöhung des lokalen Kontrasts (eine Methode des Schärfens), um das Bild plastischer wirken zu lassen. Im Gegensatz zu den beiden anderen Schärfungsstufen gibt es hier keine klaren Regeln oder bestimmte Vorgehensweisen. Wie immer gilt allerdings der Grundsatz, dass unschöne Schärfungsartefakte und unnatürlich Ergebnisse vermieden werden sollten.

3. Ausgabeschärfung

Beim finalen Schritt der Schärfung geht es darum, den Schärfeverlust auf dem späteren Ausgabemedium bestmöglich zu kompensieren. War es die Zielsetzung der Vorschärfens die durch den AA-Filter entstandene Unschärfe zu entfernen, geht es bei einer Schärfung für den späteren Druck darum, die durch die Umrechnung von Pixeln in Druckpunkte und deren Darstellung auf dem Papier entstehende Unschärfe zu minimieren. Zu Berücksichtigen sind dabei mehrere Faktoren:

1. Grundschärfe des Ausgangsmaterials

Je höher die Schärfe des Ausgangsmaterials desto geringer sollte die finale Ausgabeschärfung ausfallen. Im Vordergrund steht dabei immer, dass keinerlei Schärfeartefakte und/oder Treppchen an feinen Strukturen sichtbar werden.

2. Gewünschte Schärfe des Ausdrucks

Längst nicht bei jedem Bild geht es um maximale Schärfe, eine gewissen Unschärfe hat oftmals auch ihren ganz eigenen Reiz. Benötigt ein Bild keine knackige Schärfe, so ist auch kein exzessives Nachschärfen erforderlich.

3. Ausgabegröße und Betrachtungsabstand

Je größer der Abstand des Betrachters zum Bild, desto geringer darf die Schärfe ausfallen, ohne den Bildeindruck zu verschlechtern. Wer sich schon einmal Werbetafeln aus kurzer Distanz angesehen hat wird wissen, dass diese, aus wenigen Metern betrachtet, extrem unscharf wirken. Bei einem Abstand von 20 oder 30 Metern ist von dieser Unschärfe nichts mehr zu sehen, sie wirken für unser Auge „scharf“. Für unsere Fine Art Prints ist es deshalb wichtig zu wissen, aus welchem Abstand sie ungefähr betrachtet werden.

4. Auflösung des Druckers

Je höher die Auflösung des Druckers, desto feiner werden die Druckpunkte. Je feiner die Druckpunkte, desto schärfer wirkt der spätere Ausdruck (bzw. desto geringer ist der Schärfeverlust). Daraus ergibt sich also, dass bei hoher Druckauflösung weniger nachgeschärft werden muss als bei Geringer.

5. Papiersorte

Da die Druckpunkte auf hochglänzendem Papier nur wenig verlaufen, geht hierdurch auch nur wenig Schärfe verloren. Bei Papieren mit einer gröberen Struktur hingegen können die Druckpunkte stärker verlaufen, was den Gesamtschärfeeindruck reduziert. Ein Ausdruck auf Leinwand muss dementsprechend bei gewünscht hohem Schärfeeindruck entsprechend stark nachgeschärft werden.

Anhand der genannten Faktoren lässt sich leicht feststellen, dass die optimale Schärfung, wenn es auf perfekte Qualität ankommt, eine Kunst für sich ist. Werden Bilder nur online präsentiert, so ist die Vorgehensweise ziemlich einfach: So schärfen, dass das Ergebnis den Vorstellungen entspricht. Da am Monitor ja visuell kontrolliert werden kann, ist kein besonders großes Fachwissen erforderlich (zur Erkennung von Artefakten und Treppchen vielleicht schon, aber hierfür kann das Auge vergleichsweise leicht geschult werden). Wer allerdings für professionelle Drucke schärfen will müsste eine Vielzahl (teurer) Probedrucke machen, um die richtigen Einstellungen zu ermitteln. Ratschläge, wie „Für den Druck einfach so schärfen, dass es ein bisschen überschärft wirkt“ mögen zwar auf den ersten Blick logisch klingen, berücksichtigen aber in keinster Weise die Bildgröße / den Betrachtungsabstand, die Auflösung des Druckers und die Papiersorte. Wer also mit einer Auflösung von 2880 x 1440 DPI auf hochglänzendem Papier unter Berücksichtigung des sicherlich gut gemeinten Patentrezepts druckt wird höchstwahrscheinlich einen überschärften Ausdruck erhalten, von Artefakten und Treppchen ganz zu schweigen.

Die Schärfungsstufen im Vergleich

Sämtliche Erläuterungen mögen, ohne konkrete Vergleichsbilder, etwas abstrakt erscheinen.

Als Referenz dient folgendes Bild:

 ausgangsbildCanon EOS 5 D Mark II + EF 24-105 L IS USM @f/9konvertiert mit Lightroom 4

Um den Effekt der mehrstufigen Nachschärfung darzustellen, im Folgenden vier Bilder (100% Crops aus dem Originalbild):

  1. Komplett ungeschärft aus Lightroom, sprich, sämtliche Schärfeparameter auf 0
  2. Minimal in Lightroom mit den oben genannten Paramtern vorgeschärft
  3. Minimale Vorschärfung mit den oben genannten Parametern in Lightroom + Pre-Sharpening Script von Roberto Casavecchia
  4. Minimale Vorschärfung mit den oben genannten Paraemtern in Lightroom + Pre-Sharpening Script von Roberte Casavecchia + Ausgabeschärfung mit Nik Sharpener Pro

Beim Vergleich ist folgendes zu beachten: Der gesamte Schärfeworkflow kann im Beispiel nur auf ein Bild angewendet werden, welches hier im Web präsentiert wird. Der Effekt ist nur bedingt vergleichbar mit den Ergebnissen, die bei einer gezielten Nachschärfung für den Druck mit den unter „In der Praxis“ genannten Settings erreicht werden können. Es geht hier einzig und allein darum zu visualisieren, wie sich optimale Schärfe durch Anwendung des mehrstufigen Schärfens erzielen lässt. Der Unterschied zwischen Bild 3 und 4 fällt besonders gering aus, da das Bild bereits nach der Vorschärfung über eine ausgezeichnete Schärfe verfügt und für die Präsentation im Web keine großartige weitere Schärfung erforderlich ist. Bei einem Druck auf Papier wäre der Unterschied erheblich größer.

Achtung: Für einen aussagekräftigen Vergleich empfehle ich, die Bilder jeweils in eigenen Tabs zu öffnen und darauf zu achten, dass seitens des Browsers kein downsizing stattgefunden hat. Firefox beispielsweise passt Bilder an den jeweiligen Bildschirm an, was zu einer Verfälschung des Schärferesultats führt. In diesem Fall auf das Bild klicken, um es in voller Auflösung darzustellen.

In der Praxis

So kompliziert das Thema ist, so einfach wird es durch die Verwendung von Nik Sharpener Pro. Neben dem bereits weiter oben erwähnten RAW Pre-Sharpener ist im Paket noch der Output Sharpener enthalten, der für eine perfekte Schärfung passend zur Kombination Ausgabegröße und Betrachtungsabstand / Druckerauflösung / Papiersorte sorgt. Nachdem das Bild auf die gewünschte Ausgabegröße gebracht wurde (siehe hierzu meinen Workshop Perfekte Fine Art Prints mit der richtigen Auflösung) öffne ich in Photoshop den Nik Sharpener Pro:

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1. Geräteauswahl

Der erste Schritt zur perfekten Schärfe mit dem Nik Sharpener Pro führt über die Geräteauswahl. Zur Auswahl stehen Anzeige (für unsere Zwecke erstmal außen vor), Tintenstrahl, Belichter, Halbton und Hybridgerät. Da der Ausdruck in unserem Beispiel auf dem Epson Stylus Pro 3800 erfolgen soll, wähle ich Tintenstrahl.

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2. Betrachtungsabstand

Wie bereits oben geschrieben ist es von entscheidender Bedeutung, aus welchem Abstand der Print später betrachtet wird. Der Sharpener bietet hierzu 6 Abstände zur Auswahl an:

  • Automatisch (schließt anhand der Bildgröße auf den späteren Betrachtungsabstand. Funktioniert in der Praxis überraschend gut)
  • Bis 60 cm (gut geeignet für Prints, die anschließend in der Fotomappe präsentiert werden)
  • 60 – 150 cm
  • 1.2 – 2.5 m
  • 1.8 – 3m
  • 3+m

Wann immer vorhersehbar ist, aus welchem Abstand die Bilder betrachtet werden, sollte dieser im Sharpener auch entsprechend angegeben werden. Je größer der Abstand des Betrachters zum Bild, desto stärker wird geschärft. Ist vorher nicht klar, wie weit der Betrachter vom Bild entfernt ist, sollte stets mit dem geringeren Wert gearbeitet werden (da die Prints aus der nähe betrachtet sonst gnadenlos überschärft wirken).

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3. Papiertyp

Je gröber die Struktur des Papier, desto mehr verlaufen die Druckpunkte und desto geringer fällt der visuelle Schärfeeindruck aus. Die korrekte Auswahl des Papiertyps ist deshalb ganz entscheidend für perfekt geschärfte Prints. Der Sharpener bietet von sich aus folgende Papiertypen an:

  • Textur und Kunst (Papier mit sehr grober Struktur und dementsprechend hohem Schärfungsbedarf)
  • Leinwand
  • Normalpapier
  • Matt
  • Glänzend (optimal für das von mir bevorzugt eingesetzte Ilford Galerie Gold Fibre Silk)
  • Hochglanz

Die Logik hinter den genannten Papiertypen lässt sich ganz einfach beschreiben: Je weiter oben die Papiersorte steht, desto stärker wird geschärft. Während also für den Typ Textur und Kunst kräftig geschärft wird, fällt die Schärfung für Hochglanz signifikant geringer aus.

4. Druckerauflösung

Je höher die Auflösung des Druckers ist (also je feiner die Druckpunkte auf das Papier gebracht werden), desto geringer fällt der Schärfeverlust aus und desto geringer muss nachgeschärft werden. Alle wählbaren Settings hier aufzuzählen macht keinen Sinn, wichtig ist nur, dass stets voran stehender Satz berücksichtigt wird. Grundsätzlich wird hier immer die maximal mögliche Auflösung des Drucker eingestellt, wenn bestmögliche Schärfe gefordert ist (beim Epson Stylus Pro 3800 also 2880 x 1440 DPI).

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5. Kreative Schärfe

Um individuelle Ergebnisse zu ermöglichen, bietet der Sharpener auch Einstellungen zur kreativen Schärfung an. Ich persönlich lasse hiervon weitesgehend die Finger – Verstärkungen der Struktur und des lokalen Kontrasts nehme ich bereits vorher in Photoshop vor. Lediglich beim Fokus mache ich eine kleine Ausnahme, hier hat sich ein Wert von 3-5% bewährt. Die Einstellung Fokus bewirkt, dass der scharfe Teil des Bildes zusätzlich noch etwas mehr geschärft wird.

6. Selektive Schärfe

Bereits beim Thema Vorschärfung habe ich geschrieben, dass bestimmte Motivteile wie homogene Fläche nicht geschärft werden sollten. In unserem Beispielbild ist der Himmel so eine Fläche, bei welcher eine Schärfung lediglich das vorhandene Bildrauschen verstärken würde. Um dem entgegen zu wirken, bietet sich beim Sharpener die Funktion „Farbumfang“ an, welche es ermöglich, die Schärfung für bestimmte Farben zu steuern. Hierzu klicken ich auf die Pipette neben der ersten Farbe:

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Im nächsten Schritt wähle ich mit der Pipette den gewünschten Farbbereich, in diesem Fall also den Nachthimmel, durch einen Mausklick aus:

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Das neben der Pipette befindliche Farbfeld, welches vor meiner Auswahl noch rot war, ändert sich nach dem Klick auf die selektierte Farbe. Nun kann mit dem Slider unterhalb der Pipette die Schärfe für die gewählte Farbe gesteuert werden, ich regle sie auf 0%, um keine Schärfung des Nachthimmels vorzunehmen:

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Selbstverständlich können noch weitere Farben individuell geschärft werden, es besteht keine Limitierung auf die drei angezeigten. Durch einen Klick auf das kleine „+“ unterhalb der letzten Farbe können problemlos noch Andere hinzugefügt werden.

Durch einen Klick auf „OK“ werden die vorgenommenen Schärfeeinstellungen angewendet und ein optimal geschärftes Bild für den Ausdruck liegt vor. Um das Bild nun perfekt zu Papier zu bringen, empfehle ich meinen Workshop Drucken mit dem Epson Stylus Pro 3800

 

© by jd-photography.de

4 Gedanken zu „Optimale Schärfe für Fine Art Prints

  1. Vittorio Struppek-Wiedeman

    Hallo,

    ich habe mal nach Deinen Vorgaben/Anhaltspunkten etwas rumgespielt…..
    Was soll ich sagen. Prima Ergebnisse.
    Ich drucke auf einen Epson 4900 auf Moab FinArt Papier Entrada Rag 300 Gsm.
    Die Drucke sind plastischer, detailreicher….einfach noch besser, obwohl die vorher auch schon beeindruckend waren.
    Ich werde in Zukunft diese zusätzlichen Arbeiten gerne auf mich nehmen.

    Besten Dank für die Hilfestellung.

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Vittorio,

      vielen Dank für Deine Nachricht und die positive Rückmeldung! Ich freue mich, dass Du duch den Beitrag Deine Ergebnisse noch weiter verbessern konntest. Mit der Dir zur Verfügung stehenden Hardware und dem tollen Moab-Papier sind wunderbare Ausdrucke in bester Qualität möglich, welche die Betrachter ganz sicher in ihren Bann ziehen werden.

      Weiterhin viel Spaß und Freude am Erstellen von hochwertigen Prints!

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  2. Karsten

    Hallo.

    Wie verhält es sich den mit dem Schärfen, bzw. mit den einzustellenden Werten, wenn man sein Bild zum Druck verschickt, um eventuell mal ein Poster drucken zu lassen? Welche Papiersorten und Druckereinstellungen sind da bei NIK sinnvoll?

    Und sind die Schärfungswerte in den Tabellen auch für die aktuellen Versionen der jeweiligen Programme noch gültig?

    Beste Grüße . . . Karsten

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Karsten,

      die Einstellungen hinsichtlich der Papiersorte sind davon abhängig, auf welchem Material Du die Prints ausgeben möchtest. Ansonsten sind die Schärfungswerte auch mit aktuellen Versionen noch problemlos verwendbar.

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten

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