Soft Proof in Photoshop: Wichtiges Mittel zur Vorschau der Druckergebnisse

Neueinsteiger ins Fine Art Printing stehen vor einer Vielzahl vor Herausforderungen: Ist mein Workflow kalibriert und profiliert? Welches Papier soll ich nehmen? Möchte ich eigene Profile erstellen oder erstellen lassen? Und nicht zuletzt: Sehen die von mir bearbeiteten Bilder am späteren Ausdruck auch so aus wie gewünscht? Die wohl wichtigste Methode eine Vorschau auf das spätere Druckerergebnis zu erhalten ist die Anwendung eines Softproofs. Wie dieser in Photoshop eingestellt werden kann, möchte ich Euch kurz zeigen.

Der Dialog zum Definieren eines Softproofs befindet sich in Photoshop unter Ansicht -> Proof einrichten -> Benutzerdefiniert

Im sich nun öffnenden Dialogfeld wird unter „Zu simulierendes Gerät“ das Profil des Papieres ausgewählt. Achtung: Hier muss ein Ausgabeprofil gewählt werden, kein Arbeitsfarbraum wie sRGB oder AdobeRGB.

Wichtig ist, dass das Kästchen „RGB Nummern erhalten“ deaktiviert ist.

Anschließend geht es zur Auswahl der „Renderpriorität“. In meinem Beispiel habe ich mich für einen Proof mit der Priorität „Relativ farbmetrisch“ entschieden.

Wahlweise kann bei der Renderpriorität die Tiefenkompensierung aktiviert werden. Bei der Wahl von „Relativ farbmetrisch“ aktiviere ich sie regelmäßig.

Bei den Anzeigeoptionen kann „Papierfarbe simulieren“ ausgewählt werden. Hier gehen die Meinungen auseinander, ich wähle diese Option im Regelfall nicht aus.

Nun sind alle wichtigen Einstellungen erfolgt und das erstellte Proof-Profil sollte gespeichert werden. Hierzu auf den Button „Speichern“ klicken.

Wieder einmal empfehle ich bei der Vergabe des Namens eine aussagekräftige Bezeichnung. Ich verwende hier das Schema: Papiername_Druckermodell_Papiertyp. Nach Vergabe des Namens durch einen Klick auf „Speichern“ die Eingaben übernehmen.

Durch einen Klick auf „Ok“ werden sämtliche Einstellungen übernommen und bei aktivierter Vorschau sofort das Ergebnis sichtbar.

Kleiner Tipp: Mit der Tastenkombination Strg + Y lässt sich der Proof schnell ein- und wieder ausschalten. Ein aktivierter Proof wird mit dem Namen des Proof im Dateinamen angezeigt.

Welchen Vorteil bringt nun die Verwendung so eines Proofs? In erster Linie wird somit eine recht gute Vorschau auf das spätere Druckerergebnis ermöglicht und etwaige Probleme werden sichtbar. So ist es häufig der Fall, dass die Tiefen beim Druck zum Absaufen neigen, was durch den Proof sichtbar gemacht werden kann. Mit diesem Wissen ist es ja nach Motiv möglich, noch vor dem eigentlich Druck gezielt gegen zu steuern. Der Proof sollte immer am Ende einer Bearbeitung zur Kontrolle aktiviert werden, eine permanente Aktivierung ist nicht sinnvoll.

 

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