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Bei jeder Nutzung von Capture One finde ich es wieder schade, dass es bei DSLR-Kameras leider keine automatische Korrektur von Verzeichnung und Verzerrung unterstützt. Mit Version 6 kommt dieser Umstand noch negativer zum Tragen, da diese über die hervorragende Perspektivenkorrektur verfügt, welche natürlich optimalerweise erst nach der Korrektur der beiden genannten Probleme erfolgen sollte. Der Dauerbrenner der Objektivkorrektur ist bereits seit vielen Jahren PTLens, welches zu den ersten Fotoprogrammen gehörte, die ich mir seinerzeit gekauft habe. Mit einem leider nicht zu vermeidenden Umweg ist es möglich, PTLens zur Korrektur der Objektivfehler zu nutzen und anschließend in C1 die Perspektivenkorrektur anwenden zu können.
Gleich vorneweg möchte ich sagen, dass bei dem nun folgenden Tutorial leider eine Konvertierung des RAW-Files erfolgen muss. Dies ist nicht optimal, da die Korrektur von Verzeichnung und Verzerrung idealerweise noch im unkonvertierten Zustand erfolgen sollte. Aufgrund der Unzulänglichkeiten in C1 ist dieser Umweg jedoch unvermeidlich.
Im ersten Schritt wähle ich den Reiter "Ausgabe"

Anschließend geht es unter der Registerkarte "Verarbeitungsvorgaben" auf "Basisdaten"

Dort kann nun unter "Öffnen mit" ein beliebiges Programm ausgewählt werden, mit welchem die Bilder nach der vollständigen Konvertierung geöffnet werden sollen. Nach dem Klick öffnet sich ein kleines Kontextmenü, welches bereits einige Standardprogramme enthält. Da ich Plens möchte, wähle ich "Durchsuchen"

Nun suche ich im Programmverzeichnis meines Betriebssystems die .exe von PTlens. Diese befindet sich im Regelfall unter C:\Programme\epaperpress\PTlens\ptlens.exe

Nach dem Auswählen der .exe möchte ich nun noch festlegen, dass das konvertierte Bild wieder direkt in den Bildordner gespeichert wird. Standardmäßig erfolgt die Speicherung in den Ausgabeordner, zur schnelleren Wiederauffindbarkeit und da es meinem persönlich Workflow besser entspricht speichere ich jedoch im Regelfall wieder direkt zurück in den ursprünglichen Bildordner. Hierzu wird unter "Verarbeitungsvorgaben" "Erweitert" gewählt.

In dieser Registerkarte gibt es nun die Möglichkeit, unter "Stammverzeichnis" zwischen Ausgabe- und Bildordner zu wählen.

Nachdem sämtliche Einstellungen vorgenommen worden sind, wird das Bild nun konvertiert. Dies kann sowohl durch Klicken von "Verarbeiten" als auch durch die Tastenkombination "Strg+D" ausgelöst werden.

Im Folgenden öffnet sich das Bild nun wie gewünscht im Programmfenster von PTlens. Hier kommt nun leider ein weiterer Nachteil zum Tragen: Die Übertragung der Objektiv- und Brennweiteninformationen funktioniert nicht automatisch. Es müssen also beide Parameter manuell eingetragen werden. Ist dies erfolgt, die Änderung durch Klicken von "Ok" anwenden.

In Capture One ist nun unser entwickeltes und korrigiertes Bild sofort wieder im Bildbrowser zu sehen. Im nächsten Schritt kann nun die Perspektivenkorrektur wie gewohnt vorgenommen werden. Sollen die Ergebnisse gespeichert werden, muss übrigens wieder der Weg über die Verarbeitung gegangen werden (es wird also nochmals eine Variante erzeugt).

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