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Zum perfekten Weißabgleich mit dem ClearWhite Filter

„Ich fotografiere in RAW, um den Weißabgleich mache ich mir also keine Gedanken“… lese ich in den einschlägigen Online-Foren mehrfach täglich, und auch ich selbst habe das Thema Weißabgleich gerne mal auf meinen RAW-Konverter verschoben und mir keine weiteren Gedanken darüber gemacht. Oft saß ich im Anschluss an ein Fotoshooting am PC und habe geflucht, weil es eben doch nicht so einfach ist (gerade bei Hauttönen), ohne exakte Referenz einen korrekten WB zu setzen. Um dieses Manko zu beseitigen habe ich in den vergangen Jahren mehrere Möglichkeiten getestet (WB-Karte, kleine WB-Täfelchen etc.) und war letztlich nie besonders zufrieden, gerade weil die Handhabung all dieser Tools für mich immer lästig war. Als ich vor kurzem zur Erstellung meiner LCC-Profile das ClearWhite System bestellte war ich begeistert von den Ergebnissen der Profile und kam deshalb auf die Idee, das Tool gemäß seinem eigentlichen Zweck, nämlich der Ermittlung des korrekten Weißabgleichs zu verwenden und bin nun überraschenderweise zu einem „On-Location-WB“ Fan geworden.

[Update 30.05.2014]: Lynn Radeka hat das ClearWhite System überarbeitet. Die neue Variante ist nun 100x152mm groß und enthält eine besser Aufbewahrungstasche für den Filter. Ich habe aus diesem Grund das Produktfoto mit allen Komponenten erneuert.

Das ClearWhite System im Detail

Im Lieferumfang des Systems befinden sich vier Komponenten:

  1. Der ClearWhite Filter, eine milchige Plexiglasplatte, die auf einen festen Schaumstoff geklebt ist welche in der Mitte eine Aussparung für das Objektiv hat
  2. Ein kleines Schlüsselband, um den Filter während des Shootings bequem um den Hals hängen zu können
  3. Eine klassische Graukarte ähnlich der von Eastman Kodak
  4. Eine detaillierte Anleitung für die Verwendung der einzelnen Komponenten (in englischer Sprache)

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Besonders hervorheben möchte ich die häufig unterschätzte Anleitung, die wirklich sehr ausführlich, detailliert und gut verständlich die Verwendung der Komponenten erläutert.

Der ClearWhite Filter

Das Herzstück des ganzen Systems stellt der ClearWhite Filter dar, dessen funktionsweise ich im Folgenden gerne erläutern möchte.

Im Gegensatz zu Tools wie der Graukarte, welche einfach ins Bild gehalten und mitfotografiert werden, wird zur Messung des korrekten Weißabgleichs mit dem Filter dieser vor das Objektiv gehalten und eine Aufnahme in Richtung der Hauptlichtquelle gemacht. Diese Aufnahme dient nun als Referenzaufnahme und wird direkt im Menü der Kamera als solche ausgewählt und der Weißabgleich dort auf manuell (nämlich den zuvor mit dem Filter ermittelten) gestellt. Sämtliche folgenden Aufnahmen unter identischen Lichtbedingungen haben nun den korrekten Weißabgleich, und zwar direkt aus der Kamera, es ist keine weitere Anpassung im RAW-Konverter mehr erforderlich (außer bei gewünschten Stilisierungen). Zur besseren Verständlichkeit sämtliche Schritte nochmal der Reihe nach:

  1. Den ClearWhite Filter vor das Objektiv halten
  2. Die Kamera zur Hauptlichtquelle ausrichten (Achtung: Niemals direkt in die Sonne!)
  3. Belichtung der Kamera gemäß der Anleitung einstellen, oder alternativ in etwa auf neutrales Grau belichten
  4. Kamera auslösen
  5. Im Menü der Kamera die zuvor erstellte Aufnahme als WB-Referenz auswählen
  6. Den Weißabgleich der Kamera auf „Manuell“ stellen

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Vorteile des ClearWhite Filters

Der größte Vorteil für mich liegt in der Tatsache, dass ich bereits in der Kamera den korrekten Weißabgleich einstellen kann und sämtliche folgenden Aufnahmen auf meinem Kameramonitor über einen korrekten WB verfügen. Gerade wer häufig unter Kunstlicht arbeiten muss weiß wie schwierig es ist, farbverfälschte Bilder vor Ort vernünftig beurteilen zu können. Durch den Filter fällt zum Einen die eigene Beurteilung leichter, zum Anderen freuen sich auch die meisten Kunden über Bilder, die bereits beim Shooting über ein hohes Maß an Qualität und Farbtreue verfügen.

Genau hier liegt aus meiner Sicht auch das größte Unterscheidungsmerkmal zu vielen anderen Tools. Das Fotografieren von kleinen WB Täfelchen ist zeitlich vielleicht etwas schneller als die Verwendung des Filters, dafür muss später bei der Nachbearbeitung jedes Bild pauschal hinsichtlich WB korrigiert werden. Dank moderner RAW-Konverter und EBV-Programmen ist dieser Schritt zwar nicht besonders zeitaufwendig, dennoch kann er gut eingespart werden. Bei der Arbeit mit Menschen lege ich zudem größten Wert auf perfekte Hauttöne, die durch einen korrekten WB maßgeblich beeinflusst werden. Stimmt der WB bereits bei der Aufnahme, kann bei Shootings mit Bildübertragung auf Notebook oder großen Monitor sofort eine vernünftige Beurteilung der Farben stattfinden. Letztlich komme ich durch die Verwendung des ClearWhite Filters meinem Ziel möglichst korrekte Farben direkt aus der Kamera zu erhalten ein entscheidendes Stück näher.

In der Praxis – Landschaftsfotografie

In der Landschaftsfotografie bietet sich die Verwendung eines Filters zur Ermittlung des korrekten Weißabgleichs geradezu an, da im Regelfall ausreichend Zeit vorhanden ist. Nach dem Aufbau des Stativs und der Wahl des optimalen Bildausschnitts löse ich die Kamera nochmals vom Stativ, richte sie gegen die Hauptlichtquelle (allerdings niemals direkt in die Sonne! Bei Aufnahmen im grellen Sonnenlicht die Kamera stets ein ganzes Stück neben die Sonne richten) und löse mit vorgehaltenem ClearWhite aus. Anschließend gehe ich an meiner Canon EOS 5D Mark II wie folgt vor:

  1. Öffnen des Kameramenüs und Auswahl in der zweiten Kamera-Registerkarte (zweites Icon von links) „Custom WB“
  2. Selektion der mithilft des ClearWhite Filters erstellten Referenzaufnahme mit dem Haupt- oder Daumenrad
  3. Bestätigen der Auswahl durch Drücken der „Set“ Taste
  4. Auf der Kameraoberseite die Taste zur Festlegung der Belichtungsmessmethode und Auswahl des WB drücken
  5. Mit dem Daumenrad den Modus „Manueller WB“ selektieren (zwei kleine liegende Dreicke mit einem schwarzen Viereck in der Mitte)

Von nun an ist der WB korrekt für sämtliche Aufnahmen unter identischen Lichtbedingungen. An einem strahlend blauen Sommertag kann mit diesem Setting also eine ganze Weile ohne erneute Festlegung fotografiert werden, ziehen allerdings Wolken auf und verdecken die Sonne, muss für diese geänderten Bedingungen erneut eine Referenzaufanhme erstellt werden.

Beispiel

Als besonders hilfreich empfinde ich die Verwendung des ClearWhite Filters z. B. bei Aufnahmen mit einem starken Graufilter. Wie sicher bekannt ist werden Bilder umso wärmer, je stärker der Verlängerungsfaktor des Graufilters ist. Für viele meiner Aufnahme kommt ein 1000x Graufilter von B&W zum Einsatz, der quasi zwangsweise zu extrem warmen Bildergebnissen führt, was früher einer unbedingten Korrektur im RAW-Konverter bedurfte. Mit dem ClearWhite erstelle ich vor der eigentlichen Aufnahme wie oben beschrieben eine Referenzaufnahme mit aufgesetztem Graufilter und kann so vollkommen problemlos den starken Farbstich korrigieren.

Folgende Aufnahme zeigt das Ergebnis unter Verwendung des ClearWhite Filters, und bei Bewegen des Mauszeigers über das Bild mit dem von der Kamera ermittelten Weißabgleich.

Portraits C1 25

Canon EOS 5D Mark II + Zeiss Distagon T* 2/35 ZE + B&W ND 3.0

Der Unterschied ist hier ganz deutlich zu sehen, die Verwendung des ClearWhite Filters führt zu einem annähernd perfekten Weißabgleich, weshalb eine weitere Korrektur im RAW-Konverter überflüssig wird.

In der Praxis – Studiofotografie

Gerade bei der Arbeit im Studio mit Menschen lege ich auf einen korrekten Weißabgleich aufgrund der direkten Auswirkung auf die Hauttöne sehr großen Wert. Zwar ist der „richtige“ Hautton stets auch abhängig von subjektiver Wahrnehmung, jedoch strebe ich eine bestmögliche Ausgangssituation an. Die Verwendung des ClearWhite Filters im Studio gestaltet sich dabei denkbar einfach. Nach dem Aufbau des Lichtsetups und Messung der korrekten Belichtung mithilfe des Belichtungsmessers übernehme ich die ermittelten Werte in die Kamera, halte die Kamera mit vorgehaltenem Filter in Richtung meines Hauptlichts und löse aus. Anschließend gehe ich wie oben bereits beschrieben vor und wähle die Aufnahme als Referenz und stelle die Kamera auf manuellen WB.

Beispiel

Nachstehende Aufnahme wurde unter vergleichweise schwierigen Bedingungen für die WB-Automatik erstellt – es kam ein Ringlicht zum Einsatz. Aus der Vergangenheit noch vor dem ClearWhite Filter habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Automatik der Kamera Bilder mit einem Ringlicht ein ganzes Stück zu kühl und leicht grünlich wiedergibt, was sich direkt auch auf die Hauttöne auswirkt. Mit dem ClearWhite Filter kann diese zu kühle Wiedergabe kompensiert und schönere Hauttöne ausgegeben werden. Das Bild zeigt das Ergebnis unter Verwendung des ClearWhite Filters, und bei Bewegen des Mauszeigers über das Bild mit dem von der Kamera ermittelten Weißabgleich.

Portraits C1 25

Die Graukarte

Neben dem ClearWhite Filter enthält der Lieferumfang des Systems auch noch eine äußerst hochwertige Graukarte aus einem sehr stabilen, dicken Karton. Die Graukarte kann als ganz konventionelle Methode zur Ermittlung es korrekten WBs genutzt werden, dient aber auch zur Unterstützung bei der Belichtungsmessung. Des Weiteren ermöglicht die Karte die Überprüfung von Ausdrucken hinsichtlich Farbneutralität. Da ich der Meinung bin, dass eine Graukarte zur Ausrüstung eines jeden Fotografen gehört, ist es umso erfreulicher, dass im ClearWhite System eine äußerst hochwertige direkt enthalten ist.

Fazit

Der ClearWhite Filter erleichtert mir die Arbeit erheblich – sowohl im Studio als auch draußen in der Natur. Aufgrund seiner kompakten Maße passt er problemlos in jede Fototasche, seine Verarbeitung verspricht lange Haltbarkeit. Im Gegensatz zu anderen Tools passt die Standardausführung für Objektive mit einem Durchmesser von 25mm – 95mm, es ist also nicht notwendig, für jedes Objektive einen extra Filter zu kaufen. Wer den Filter für die Erstellung von LCC-Profilen verwenden möchte (wie in meinem Workshop beschrieben), der sollte allerdings zur größeren Ausführung greifen, da es bei der kleineren sonst zu Abschattungen und somit Verfälschungen bei der Messung des Helligkeitsabfalls kommen kann.

Das ClearWhite System kann derzeit ausschließlich beim Hersteller Lynn Radeka in den USA bezogen werden, der Preis liegt bei 59$ für die Standardausführung und 89$ für die größere Version. Zum Preis kommen noch Versandkosten in Höhe von 10$ und etwaige Zollgebühren. Die Lieferung erfolgte bei meinen Bestellungen innerhalb von 1-2 Wochen, was aus meiner Sicht für eine Bestellung in den USA in Ordnung ist.

 Clearwhite system logo high res

 An dieser Stelle vielen Dank an Lynn Radeka für die Genehmigung zur Verwendung der ClearWhite Produktbilder!

© by jd-photography.de

13 Gedanken zu „Zum perfekten Weißabgleich mit dem ClearWhite Filter

  1. Guest

    Hallo,

    überlege mir das zuzulegen.
    Da ja Bestellung nur beim Hersteller möglich ist und das ganze nicht ganz billig ist paa Fragen:
    1. Hat sich das System weiterhin bewährt?
    Oder gibt es mittlerweile bessere Lösungen?
    2. Das Halten mit einer Hand vor das Objektiv scheint ja etwas umständlich?
    3. Lohnt sich die LLC-Profil Erstellung oder reicht auch PTlens von epaper.com?, da benötigt man ja die größere Variante?

    Wolfgang

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Wolfgang,

      leider komme ich erst heute dazu Dir zu antworten, da ich bis gestern im Urlaub war.

      Zu Deinen Fragen:
      1. Für mich hat sich das System weiterhin bewährt, ja. Speziell im Studio ist es einfach unglaublich praktisch, sofort den korrekten WB ermitteln zu können. In der Landschaftsfotografie nutze ich den Filter primär beim Einsatz eines ND-Filters (1000x), da durch diesen ansonsten grundsätzlich eine Verschiebung der Farbtöne zum Wärmeren hin erfolgt. Ob es mittlerweile bessere Lösungen gibt kann ich leider nicht sagen, da ich nach dem Erwerb des Clear White Filters nicht mehr aktiv gesucht habe.

      2. Umständlich ist es nicht wirklich, der Filter liegt ja am Objektiv auf. Ist ja auch immer nur für eine Aufnahme, also da hatte ich bis jetzt noch keine Probleme.

      3. Vorteil der LCC-Profile ist die Korrektur auf RAW-Ebene, PTLens arbeitet erst mit konvertierten Daten. Wenn Du aber PTLens bereits hast und zufrieden bist, kannst Du jederzeit weiter damit arbeiten. Aus meiner Sicht absolut kein Muss

      Antworten
  2. Jochen

    @Jörg
    Da ich gestern erstmals den automatischen Weißabgleich in Capture One Pro 7 nutzte.
    Hast Du mal den Unterschied gegenüber ClearWhiteFilter getestet?

    Jochen

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Jochen,

      die Funktion zur Korrektur des Weißabgleichs in C1 benötigt eine Stelle im Bild, welche sich zur Ermittlung des korrekten WBs eignet. Die Automatik funktioniert ebenfalls nach diesem Schema, der Erfolg hängt also immer vom Ausgangsbild ab. Mit dem Filter hingegen kannst Du bereits während der Aufnahme eine Referenz erstellen und kannst direkt im File bereits ein korrektes Ergebnis sehen. Wenn es auf absolute Korrektheit ankommt ist der Filter hervorragend, grundsätzlich liefert aber auch C1 gute Ergebnisse. Es ist, wie so oft, eine Frage des Anspruchs (sowohl vom Fotografen als auch vom Kunde).

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  3. Jochen

    @Jörg

    Danke für feedback.

    Habe mir mal so ein Ding bestellt.

    Wie findet C1 diese Stelle(n) und welche Kriterien mu(ü)ss(en) diese Stelle(n) erfüllen?
    RBG = 127 oder so ähnlich.
    Mir ist klar, dass der Algorithmus gewiss nicht so simpel ist.

    Jochen

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Jochen,

      wie genau die Automatik von C1 funktioniert kann Dir vermutlich nur deren Entwicklungsabteilung sagen. Vermutlich wird die Software nach bestimmten Farbwerten suchen und im Anschluss einen Wert ansetzen, welcher den vermuteten Farbstich korrigiert. Je nach Aufnahme funktionert dieser Vorgang mehr oder weniger gut, deshalb verlasse ich mich bei farbkritischen Arbeiten lieber auf den Filter.

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  4. Jochen

    Habe noch mal einige Fragen zur Verwendung des ClearWhiteFilter gemäß obiger Erläuterung.

    1. Den ClearWhite Filter vor das Objektiv halten.
    OK

    2. Die Kamera zur Hauptlichtquelle ausrichten (Achtung: Niemals direkt in die Sonne!).
    OK

    3. Belichtung der Kamera gemäß der Anleitung einstellen, oder alternativ in etwa auf neutrales Grau belichten.
    Hier habe ich Fragen
    a) Welche Anleitung ist gemeint?
    b) Man kann ja eine Kamera nutzen, die eine interne Belichtungsmessung besitzt. Da stellt die Kamera u.a. automatisch Blende und Zeit je nach ISO ein. Das wäre dann klar.
    c) Man kann (muss) die Belichtung mit einem externen Belichtungsmesser durchführen, konkret bei Nutzung eines Digitalback an z.B. einer MF-Kamera . Wie verwendet man dann den ClearWhiteFilter?
    (Vor den Belichtungsmesser halten?)

    Jochen

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Jochen,

      a) Bei meinem Filter befand sich eine ausgedruckte Anleitung dabei, welche eine Hilfestellung zur korrekten Belichtung gab (siehe Bild hier in diesem Beitrag). Falls diese Anleitung bei Dir nicht dabei war kontaktiere bitte Lynn und frage nach, ob dies eine Einsparung darstellt oder das Beilegen schlicht vergessen wurde

      b) Richtig, ich gehe davon aus, dass die verwendete Kamera über einen Belichtungsmesser verfügt (bei allen mir bekannten DSLRs der Fall)

      c) Muss man nicht, bringt auch nicht zwingend einen Vorteil. Es geht ja nur darum, ein graues Bild erhalten (möglichst mittleres Grau). Wenn Du gen Himmel fotografierst (bitte nicht direkt in die Sonne!) einfach den von der Kamera ermittelten Belichtungswert nach oben korrigieren (1,5 Blenden sollte ein gutes Ergebnis bringen) und eine Aufnahme durch den Filter machen. Anschließend diese Aufnahme als Referenz in der Kamera einstellen und fertig.

      Konnte ich Deine Fragen beantworten?

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  5. Jochen

    Hallo Jörg

    Danke für feedback.

    Zitat:
    c) … einfach den von der Kamera ermittelten Belichtungswert nach oben korrigieren (1,5 Blenden sollte ein gutes Ergebnis bringen) und eine Aufnahme durch den Filter machen. Anschließend diese Aufnahme als Referenz in der Kamera einstellen und fertig.

    Meine Kamera hat keine Belichtungsmessung.
    Ist Digitalback PhaseOne P45 an Hasselblad 503CX.

    Jochen

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Jochen,

      dann würde ich vorschlagen, dass Du die Belichtung mit dem externen Messer bestimmst und anschließend mit diesem Wert gegen den Himmel fotografierst (niemals direkt in die Sonne!). Anhand der gemachten Aufnahme siehst Du ja, ob diese zu hell oder zu dunkel ist (es sollte in etwa mittlerem Grau entsprechen) und dann ggf. mit Belichtungskorrektur nochmals eine Aufnahme machen und diese als Referenz verwenden. Nach ein paar Mal hast Du den Dreh raus und weißt genau, ob, und wenn ja in wie fern, Du den vom Belichtungsmesser ermittelten Wert für eine weitere Aufnahme korrigieren musst.

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten
  6. Holger Driesen

    Hallo Jörg,

    ich hätte da mal eine Frage zum White Balance System.

    Welche Blenden-Zeit-Kombination wählt man am besten aus
    um mit dem System arbeiten zu können, denn aus der Beschreibung
    die mir mitgeliefert wurde, werde ich nicht so ganz schlau.

    Wärest Du bitte so nett mir kurz Deine Arbeitsweise zu schildern.

    Meine Arbeitsbereich sind Studio und Landschaft.

    Vielen Dank schon mal im Voraus.

    Viele Grüsse
    Holger

    Antworten
    1. Joerg Artikelautor

      Hallo Holger,

      im Studio ermittle ich die Belichtungszeit mit einem externen Belichtungsmesser. Die dort ermittelten Werte stelle ich in der Kamera ein und fotografiere damit inklusive dem Clear White Filter in die Hauptlichtquelle. Funktioniert in der Praxis tadellos. Sollte das Ergebnis etwas zu hell sein, kannst Du jederzeit auch noch um 1 Blende unterbelichten. Bei Landschaftsaufnahmen richte ich die Kamera neben die Sonne (niemals direkt in die Sonne!), speichere den Belichtungswert und stelle eine Unterbelichtung von 1,5 Blenden ein. Auch damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

      Viele Grüße,
      Jörg

      Antworten

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